Lessons Learned – ein Online-Workshop mit Führungskräften
Lernen in und aus der Krise – eine Rückschau
Meetings waren entfallen, Formalitäten wurden vorübergehend ausgesetzt, und Mitarbeiter hatten selbstverantwortlich im Home-Office gearbeitet. Neue Produkte und Serviceangebote wurden entwickelt. Entscheidungen wurden auf kurzen Wegen schnell und wirkungsvoll umgesetzt. Es herrschte mehr Vertrauen. Gemeinsam hatte jeder daran gearbeitet, den Betrieb am Laufen zu halten.
Aus dieser Krise heraus war viel Neues entstanden. Es lohnte sich, genau zu beobachten und zu reflektieren, welche Entwicklungen und Learnings hilfreich gewesen waren. Und ob sich diese auch in die „Zeit danach“ übernehmen ließen. Dabei galt es, sehr aufmerksam zu differenzieren, ob einiges davon grundsätzlich oder wirklich nur im Krisenmodus tauglich war. Einige Verhaltensmuster, die sich damals gezeigt hatten, waren nämlich überhaupt nicht förderlich für das Unternehmen – weder während der Krise noch für die Zukunft. Andere wiederum stellten wichtige Lern- und Experimentierfelder dar: Welche Praktiken hätten ausgesetzt, angepasst oder ignoriert werden können, damit sie dauerhaft nützlich für die Organisation gewesen wären? Vor allem diese galt es herauszufiltern und strukturell zu verankern.
Lessons Learned – ein Online-Workshop mit Führungskräften
Klausuren, Workshops oder Seminare, die von langer Hand geplant gewesen waren, mussten nicht zwangsläufig verschoben werden. Auch wenn Präsenz-Termine vor Ort damals nicht durchführbar waren, ließen sich diese ohnehin schon reservierten Termine optimal nutzen, um nach dem Lockdown wieder voll durchzustarten.
klip hatte einen Lessons Learned-Workshop für den virtuellen Raum konzipiert und diesen Ende April 2020 mit einer Stadtverwaltung am Bodensee durchgeführt. Eine Woche zuvor hatten die Führungskräfte eine Vorbereitungsaufgabe per E-Mail erhalten, die sie im Vorfeld des Online-Workshops bearbeiten konnten.
Für den virtuellen Workshop wurden Bürgermeister, Geschäftsführer*innen und Fachbereichsleitungen in drei Gruppen eingeteilt. Sie alle hatten sich entweder von ihrem Büro im Rathaus oder vom Home-Office aus via Zoom zusammengeschaltet und waren mit Iris Kümmerle in Interaktion getreten. Dabei hatten die Gruppen nacheinander in jeweils 90-minütigen Online-Sessions ihre Beobachtungen und Erfahrungen aus dem Führungsalltag der vorherigen Wochen herausgearbeitet und ihre Empfehlungen für den zukünftigen „Normalmodus“ abgeleitet. In einer anschließenden gemeinsamen Sequenz gab es eine Zusammenfassung im Plenum mit allen Teilnehmenden sowie dem Oberbürgermeister.
Das neue Format hatte es ermöglicht, nachhaltig, zeitnah sowie mit einem überschaubaren Ressourcenaufwand in und aus der Krise zu lernen.
